Mittwoch, 16. August 2017

intellektuell herausgefordert


Es ist ja inzwischen offensichtlich – zumindest für unsere regelmässigen blogleser – dass wir nicht intellektuell beeinträchtigt sind. Ein wenig ungebildet vielleicht, mit gewissen hirnwindungen zuviel, die den alltag unter normaten erschweren. Aber ohne intelligenzminderung. 

Es ist aber genauso offensichtlich, dass das auf die handlungweise der meisten professionellen uns und anderen wie uns gegenüber keinerlei einfluss hat. Oder zum beispiel auf das angebot an arbeit und wohnen, das wir erhalten. Auch wird von menschen mit unseren beobachtbaren verhaltensweisen von professoren und ärzten fröhlich weiter geistige behinderung behauptet, als gäbe es nicht schon seit jahren belege zum gegenteil. 

Warum ist das so? warum fällt es normaten so unglaublich schwer, uns mehr denkfähigkeit zuzutrauen? Oder wenn sie sie akzeptieren, warum ändern sie dann ihr handeln und die angebote nicht? Und warum scheint es profis schwerer zu fallen als laien, aussenansicht nicht mit innenleben gleichzusetzen?

Was meinen sie, liebe leserinnen und leser? Was ist ihre theorie?

Mittwoch, 9. August 2017

sommergespräch, teil 2



dies ist der zweite teil des des gesprächs, dessen anfang im post von letzter woche veröffentlicht ist.

Querdenker: ich bin es so leid, dass andere meinen, sie wüssten besser als ich, was ich brauche, auch wenn sie mich gar nicht kennen. Ich weiss die tagesplanungs-bedürfnisse und lernfähigkeit eines neuen betreuers ja auch nicht, nur weil ich schon mal mit einem anderen gearbeitet habe. Oder in meinem fall ungefähr mit 100.

El hombre: ja, ich finde, wir sollten endlich assistenz erhalten und nicht betreuung und bevormundung. Wie lange sollen wir noch beweisen müssen, dass wir selber denken können?

Querdenker: dafür müsste man das berufsbild des betreuers und der agogik ändern. Wir brauchen keine besserwisser, die dann doch nur in schubladen denken und wahrnehmen können.

El hombre: jetzt sind wir in einem ernsten gespräch gelandet und wollten doch nur ein bisschen quatschen.

Querdenker: ich hoffe, du hast in deinem urlaub schönes wetter.

El hombre: wie war dein 1. August?

Querdenker: nein, solches quatschen ist quatsch. Dafür fehlen uns zeit und veranlagung.

Sokrates: witze ja, smalltalk nein. Ich bin froh, haben wir darüber gesprochen. Ich will im heim endlich auch quatschen können so wie hier, ganz normal.

Mittwoch, 2. August 2017

sommergespräch, teil 1



Querdenker: ich will gern mit euch freunden ein bisschen quatschen

El hombre: das ist eine gute idee. Haben wir nicht oft gemacht in letzter zeit.

Sokrates: gute sache
 
Querdenker: ich bin super gern hier mit euch. Ich möchte das am liebsten jederzeit jeden tag. Ich vermisse euch, wenn ich nicht hier sein kann.

Sokrates: immer wäre super, aber nicht möglich.

El hombre: warum dürfen wir das eigentlich nicht, wenn wir doch alle wollen?

Querdenker: weil die institutionen, die für idioten zuständig sind und für unsere beschäftigung geld bekommen, bloggen und journalismus als arbeit nicht anbieten.

El hombre: ist mir schleierhaft, warum das so ist. Der blog ist da, das geld ist da.

Sokrates: aber das geld und unsere blogarbeit sind nicht am selben ort.

Lesen Sie nächste Woche den 2. Teil des Gesprächs