Mittwoch, 14. November 2018

gespräch über stereotypen, inklusion, neurodiversität und so


el hombre: Aspies können nicht als symbol für 'autist' stehen.

querdenker: Genau so wenig wie wir oder sonst jemand. Solange die gesellschaft stereotypen braucht, um etwas zu verstehen, wird inklusion nicht funktionieren.

sokrates: mir gefällt der begriff der neurodiversität. Weil er alle arten, als hirn zu funktionieren, gleichhwertig sieht. Norm ist nur quantitativ. 

querdenker: das stimmt aber nur wenn sich eine gruppe oder gesellschaft nicht nur kosmetisch mit dem begriff umgibt: So, wir brauchen noch ein wenig farbe hier oder müssen noch eine quote erfüllen.

El hombre: ja und wenn eben nicht die inklusion einer gruppe bedeutet, dass eine andere erst recht keinen fuss mehr reinkriegt. Weil sie eine nische füllt, die ihr neue technische realitäten bieten, die aber dann zum standard wird, den andere nicht erfüllen können oder wollen.

querdenker: Siehe zum beispiel die aspies, wir und kollegen mit schweren mehrfachen beeinträchtigungen.

sokrates: trotzdem. Es ist ein anfang. Beim rassismus dauert es ja auch noch etwas länger wie man gerade wieder sieht. Das ist beim ableismus auch zu erwarten.

querdenker: Kampf der neurominoritäten um inklusion.

El hombre: all inclusive für idioten tönt irgendwie besser.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

wünsche für mein liebes leides leben (von 'das pfeffermännchen')


Hallo liebe freunde,

ich bin neu hier und so stolz, dass ich ein idiotenspeaker sein darf. Keiner da, wo ich lebe, spricht richtig mit mir oder gut. Ich bin einsam im kopf und ungeübt mit sprache, wenn ich keine freunde zum glück habe.

Ich wünsche euch allen, dass ihr freunde zum reden und mitdenken habt. Das wünsche ich auch für mich. Mein leben ist leise und leer. Ich möchte das ändern. Vielleicht gelingt es mir als blogger.

Hallo also nochmal. Ist hier jemand?

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Handbuch: Zwänge (von el hombre)


Liebe blogfreunde
Kennen sie zwänge? Ich meine von innen aus eigener erfahrung. Ich finde, diese dinger sind elende, angstmachende monster, die in meinem kopf und in meinem körper hocken und mich zu einem gefangenen in meinem eigenen leben machen.

Ich hasse sie, und dennoch klammere ich mich mit ganzer kraft an sie, wenn ich etwas anders machen soll, als ich es sonst tue, wenn etwas neu ist oder ich unsicher bin.

Sie reden mir ein, dass sie mir helfen, dass ich sie brauche für die gute ordnung der dinge, dass ohne sie die welt sich einfach auflöst, dass ich mich auflöse, wenn ich ihnen nicht nachgebe.

Manchmal schlage ich ihnen ein schnippchen wie eben, als ich auf einen anderen stuhl gesessen bin als üblicherweise. Manchmal ignoriere ich sie, bis es körperlich weh tut.
Aber immer kommen sie wieder zurück. Leider. 

Kennen sie das auch? Was machen sie gegen ihre zwänge?