Mittwoch, 17. April 2019

antwort auf kommentare


Heute beantworten wir wieder mal kommentare. Wir freuen uns ganz toll über die leser, die so ausführlich schreiben und auch was von sich erzählen. Das ist genau die auseinandersetzung, die wir uns wünschen.

Nach positiven beispielen wird gefragt für gelingende hilfe und kommunikation mit normalen und ob wir beziehung zu betreuenden überhaupt möchten. Ja möchten wir, wenn sie sympathisch sind und uns auf augenhöhe begegnen. Und da kommt schon wieder die kommunikation ins spiel.

Einen trick gibt es nicht, aber einfach ist es dennoch. Sprecht von anfang an mit uns wie ihr mit einem eurer nachbarn sprechen würdet. Mit einem den ihr mögt, natürlich 😉. Überlegt euch, wie dieser nachbar vielleicht reagiert, und bietet uns dann den wortschatz an und die nötige unterstützung, dass wir das auch tun können.

Tönt richtig einfach und ist es auch. Wenn auch anstrengend und mit der forderung verbunden, dass es einen nicht kümmern darf, was andere davon halten. Was die lehrmeinung meint. Vielleicht müsst ihr einfach selbst etwas idiotisch sein. Jemand beschreibt in einem kommentar normal sein zu müssen auch als einengend. Also ausbrechen.

Mittwoch, 3. April 2019

keine behinderten in den behindertenverbänden


Wir haben gerade wieder in einem zeitungsartikel gelesen, dass in den behindertenverbänden, die ja die interessen von uns behinderten vertreten, fast keine behinderten mitreden. Warum ist das so?

Im artikel gibt jemand die antwort, dass behinderte oft bereits durch ihren alltag so belastet sind, dass sie nicht auch noch in einem verband mitarbeiten können. Das stimmt sicher. Wir selber schaffen es ja noch nicht mal, die kommentare hier regelmässig zu bearbeiten.

Zusätzlich ist es aber in unserem fall auch so, dass wir gar nicht mit den vorgaben und strukturen der verbandsarbeit zurechtkämen. Nicht weil wir sie nicht verstehen, sondern weil sie von normaten für normaten gemacht wurden. Welche dann für uns sprechen und uns vertreten.

Jetzt ist aber eine neue zeit und wir vertreten uns selbst. Dafür braucht es auch neue strukturen und strategien.

Mittwoch, 20. März 2019

analoge und virtuelle beziehungen

Wir arbeiten im moment an unserem beitrag für den schweizerischen heilpädagogik-kongress im august. hier ein ausschnitt aus unseren heutigen überlegungen zum thema analoge und virtuelle beziehungen:

Wir können uns gut vorstellen, nur unter unseresgleichen zu leben. Vielleicht noch mit normalen freunden, aber das sind schon fast einhörner.Kontakte und beziehungen zur neurotypischen welt würden wir ausschliesslich digital online leben mit avataren, die nichts mit unseren divergenzen und dem thema behinderung zu tun haben.
Unser physisch analoges verhalten und aussehen wäre den meisten menschen so gar nicht bekannt. Wie beim idiotenspeak aber noch gesteigert. 

wie sehen sie das?