Mittwoch, 12. Dezember 2018

Chatbots


Heute ist ein artikel im tagesanzeiger über die entwicklung eines neuen chatbot durch die fachhochschule nordwestschweiz (fhnw). Chatbots sind programme, mit denen man mit einem computer, einer maschine, kommunizieren kann über geschriebene und gesprochene sprache. Das bekannteste modell bisher ist wohl siri im iphone.

Wir finden diese entwicklung spannend. Im training für menschen mit kommunikationsbeeinträchtigungen könnten chatbots mit avataren eingesetzt werden als gesprächspartner zum üben. Sie sind geduldiger als menschen und zeigen beim reden keine verwirrenden gefühle. 

Sie könnten so programmiert werden, dass sie eine clevere gesprächsführung machen können, wenn sich jemand nur mit einzelnen wörtern ausdrücken kann. Ihre avatare könnten bei anfängern überdeutliche gesichtszüge anzeigen, damit die körpersprache besser entzifferbar wird.

Und die menschen mit beeinträchtigungen können ganz entspannt bleiben, weil auf der anderen seite auch eine entität ist, die mit skripten und listen als hilfen arbeitet -  Und die nicht ständig wertet.

Mittwoch, 28. November 2018

ableismus


Wir haben festgestellt, dass der begriff und das konzept des ‘ableismus’ hierzulande noch nicht bekannt sind. Vielleicht weil die ‘ablen’ hier in der schweiz meinen, dass es solche kampfbegriffe nicht braucht?

Wir tun in unserer gesellschaft doch schon so viel für die integration von behinderten? Wie falsch das tönt, wie inhärent diskriminierend, merken sie spätestens, wenn sie statt ‘behindert’ zum beispiel ‘frauen’ (sexismus) oder ‘menschen dunkler hautfarbe’ (rassismus) einsetzen.

Das ist ableismus. Eine bestimmte gestalt, bestimmte fähigkeiten und arten der interaktion als normal und richtig zu setzen, und alles, was davon abweicht, als defektiv zu behandeln. Etwas, das sich anpassen muss, um integriert zu werden, das nicht automatisch zur gesellschaft der richtigen menschen gehört.

Oder ist der begriff nicht bekannt, weil die ‘disabled’ zu sehr damit beschäftigt sind, sich voneinander abzugrenzen und sich zu integrieren, als dass sie sich als eine gruppe sehen könnten, die insgesamt für ihre gleichstellung in einer inklusiven gesellschaft kämpft? 

Ableismus fängt im kleinen an: bei denen, die vor lauter helfen die diskriminierung nicht sehen. Und bei denen, die vor lauter nicht als behindert gelten wollen am ableismus unserer gesellschaft weiter bauen.

Mittwoch, 14. November 2018

gespräch über stereotypen, inklusion, neurodiversität und so


el hombre: Aspies können nicht als symbol für 'autist' stehen.

querdenker: Genau so wenig wie wir oder sonst jemand. Solange die gesellschaft stereotypen braucht, um etwas zu verstehen, wird inklusion nicht funktionieren.

sokrates: mir gefällt der begriff der neurodiversität. Weil er alle arten, als hirn zu funktionieren, gleichhwertig sieht. Norm ist nur quantitativ. 

querdenker: das stimmt aber nur wenn sich eine gruppe oder gesellschaft nicht nur kosmetisch mit dem begriff umgibt: So, wir brauchen noch ein wenig farbe hier oder müssen noch eine quote erfüllen.

El hombre: ja und wenn eben nicht die inklusion einer gruppe bedeutet, dass eine andere erst recht keinen fuss mehr reinkriegt. Weil sie eine nische füllt, die ihr neue technische realitäten bieten, die aber dann zum standard wird, den andere nicht erfüllen können oder wollen.

querdenker: Siehe zum beispiel die aspies, wir und kollegen mit schweren mehrfachen beeinträchtigungen.

sokrates: trotzdem. Es ist ein anfang. Beim rassismus dauert es ja auch noch etwas länger wie man gerade wieder sieht. Das ist beim ableismus auch zu erwarten.

querdenker: Kampf der neurominoritäten um inklusion.

El hombre: all inclusive für idioten tönt irgendwie besser.