Mittwoch, 16. August 2017

intellektuell herausgefordert


Es ist ja inzwischen offensichtlich – zumindest für unsere regelmässigen blogleser – dass wir nicht intellektuell beeinträchtigt sind. Ein wenig ungebildet vielleicht, mit gewissen hirnwindungen zuviel, die den alltag unter normaten erschweren. Aber ohne intelligenzminderung. 

Es ist aber genauso offensichtlich, dass das auf die handlungweise der meisten professionellen uns und anderen wie uns gegenüber keinerlei einfluss hat. Oder zum beispiel auf das angebot an arbeit und wohnen, das wir erhalten. Auch wird von menschen mit unseren beobachtbaren verhaltensweisen von professoren und ärzten fröhlich weiter geistige behinderung behauptet, als gäbe es nicht schon seit jahren belege zum gegenteil. 

Warum ist das so? warum fällt es normaten so unglaublich schwer, uns mehr denkfähigkeit zuzutrauen? Oder wenn sie sie akzeptieren, warum ändern sie dann ihr handeln und die angebote nicht? Und warum scheint es profis schwerer zu fallen als laien, aussenansicht nicht mit innenleben gleichzusetzen?

Was meinen sie, liebe leserinnen und leser? Was ist ihre theorie?

Kommentare:

  1. Hey, mich würden eigentlich mal eure positiven Erlebnisse mit Professionellen interessieren. Ich habe mit solchen zu tun und erlebe viele Leute, die unter teilweise sehr schweren Bedingungen viel mehr leisten, als sie je bezahlt kriegen. Ja, die anderen gibt es auch und ich kenne sie sehr wohl. Aber mein Ansatz ist es, die Guten zu stärken und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die anderen ignoriere ich, da es nicht in meiner Macht steht, sie zu ändern oder zu ersetzen. Aber ich will nicht unnötig meine Zeit mit denen vergeuden. Und ich weiss sehr wohl, dass ihr nicht diese Wahl habt, wie ich sie habe.

    Danke!

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  2. Kommentar von B.P. auf der FB-Seite von Idiotenspeak: Ich glaube, es ist schwer, eine festgefahrene Lehrmeinung aufzugeben. Ich selber weiß nicht viel über das Thema und bin deshalb froh, dass es Leute wie euch gibt, die etwas darüber mitteilen, und wünsche mir, ich hätte zum Beispiel unterstützte Kommunikation gekannt, als meine kleine Cousine noch lebte, die nicht sprach und vielleicht autistisch war.
    Es gab damals weder eine Diagnose noch sonst eine Hilfe und ich kann immer noch nur vermuten, wie es war. Sie ist leider sehr jung gestorben.
    Aber noch zu eurer Frage: Festgefahrene Meinungen sind sehr hartnäckig. Das ist ja nicht nur gegenüber Autisten so.
    Und Kommunikation ist ja schon unter Normaten schwierig. Ich hoffe, es wird besser.
    Ich lese gerade ein Buch, das von einem Autisten geschrieben wurde, und fange an, etwas mehr zu verstehen.
    Ich wünsche euch viel Geduld und Ausdauer und natürlich Leute, die wirklich mit euch kommunizieren!

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