Ich gehe nicht gern in die tg (tagesgestaltung, atelier, die redaktion). Das ist leider ein wunder punkt. Ich sehe
richtig behindert aus dort. Jedes angebot ist praktische arbeit, ich bin aber
ein handlungsidiot. So kann ich in der tg nichts. Und was ich kann, wird nicht
angeboten: kopfarbeit.
Das ist ein frustrierendes dilemma. Menschen, die viel
handlungshilfe brauchen, kriegen praktische arbeiten vorgesetzt. Warum? Ich bin
vielleicht doch zu doof, diese komplexe logik zu verstehen.
Labels
- Behinderungen (49)
- Bildung und Arbeit (16)
- Denken (6)
- Dialog mit Peter Schneider (10)
- Gesellschaft (51)
- Handbuch (11)
- Humor (11)
- iww (3)
- Kommunikation und Sprache (40)
- Leben im Heim (22)
- über uns (47)
- UK-Symposium (11)
- Unterstützungsverein (3)
Mittwoch, 25. Januar 2017
Mittwoch, 18. Januar 2017
die anderen
Wir sind der rest. Wir sind die, die in den integrativen schulen draussen bleiben müssen. Wir sind das Aber in der inklusionsdebatte. Wir sind sogar in den behindertenheimen die randgruppe. Wir sind der unmessbare teil am unteren rand des spektrums.
Alle anderen behinderten definieren sich über ihre distanzierung von uns. Wenn man bereits bei den föten sehen könnte, wie wir werden, wären wir ganz oben auf der abtreibungsliste. Immerhin mal eine liste, wo wir punkten würden.
Wenn leute, die uns nicht persönlich kennen, unsere posts lesen, sind sie oft verwirrt, warum wir uns zur gruppe der menschen mit schweren kognitiven beeinträchtigungen zählen, zu den ‘low functioning’. Weil wir laut euren diagnostischen manuals genau dahin gehören. «aber ihr seid ja offensichtlich nicht geistig behindert», sagen sie dann. «nicht wie diese anderen, die sprache nicht verstehen lernen können und sich nicht richtig anziehen und benehmen können oder die nur sabbern und schreien.»
Und genau da liegen die verwirrten leute falsch. Es gibt keine anderen. Wir sind die anderen.
Mittwoch, 11. Januar 2017
viel vor im neuen jahr
Liebe freunde
des idiotenspeak
Wir wünschen
allen ein erfreuliches neues jahr. Mögen wenigstens einige dinge funktionieren,
die sie sich vorgenommen haben. Wir hoffen dies auch für uns und unseren blog,
und wir haben uns viel vorgenommen.
Wir wollen
den blog noch abwechslungsreicher gestalten. Angefangen haben wir bereits mit
der neuen rubrik ‘idiotisches wort der woche’ (iww). Wir hoffen, das erste
davon (letzte woche) hat ihnen denkspass gemacht. Dafür sind die nämlich
gedacht. Die animationen auf youtube sollen auch diejenigen ansprechen, die
mehr vom bild als vom wort angezogen werden. Ein freund macht die für uns, der
motorisch begabter ist.
Einen verein
gründen wir auch, damit wir für unser projekt geld sammeln können. Wir wollen
unbedingt mehr idiotenspeak machen und uns beruflich ausbilden.
Und dann
sind da natürlich die themen. Vor allem
das thema inklusion treibt uns um. Aber auch die vielen falschen fakten, die
über idioten wie uns in der fachwelt immer noch verbreitet werden. Es gibt also
viel zu tun.
Abonnieren
Posts (Atom)